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HARDWARE · FELDTEST-STÜCKLISTE

Beschaffung mit
Begründung.

Für den MVP-Feldtest: 2 Hubs (einer davon Gateway) + 3 Endnodes. Jede Position hat einen Grund. Zwei Regeln bestimmen die ganze Liste — welcher Funk-Chip, und wie viel Watt am Solar-Hub.

Status: Entwurf — nicht beschafftStand 17.07.2026
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Hast du kompatible Hardware? Werde Feldtester.

zBRETT lebt vom Alltagsbetrieb. Wenn du bereits ein passendes LoRa-Gerät besitzt, hilf uns, die Enduser-Erfahrung zu testen — als Endnode in einem echten Stadtnetz. Wir suchen Freiwillige mit nRF52840 + SX1262 im 868-MHz-Band (EU868).

Was dein Gerät mitbringen muss
MCU: nRF52840 (Cortex-M4F) Funk-Chip: Semtech SX1262 — kein SX1276 Band: 863–870 MHz (EU868) RNode-flashbar — oder bereit, es zu werden
Typische Kandidaten
RAK4631LilyGO T-EchoHeltec Mesh Node T114XIAO nRF52840 + SX1262ThinkNode M1MeshPocket Qi2 ⚑

Nicht sicher, ob dein Gerät passt? Schreib uns einfach das Modell — wir sagen dir, ob es RNode-tauglich ist. ⚑ = interessant, aber Firmware-Port noch in Arbeit.

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01

Die Regel, aus der alles folgt

Ein RNode ist ein Modem, kein Computer. Die Reticulum-Firmware auf dem Board macht nur das Funken. Der eigentliche Stack — RNS, LXMF, brettd und vor allem das DutyCycleInterface — läuft auf einem Host, der per USB-Serial (KISS) mit dem Modem spricht.

RolleBraucht Host?Warum
HubJa, zwingendDas DutyCycleInterface ist ein RNS-Interface. RNS läuft nicht auf dem Board.
EndnodeJa — aber das Handy zähltSideband auf Android spricht per BLE/USB mit dem RNode.
GatewayJa — plus IPFSKubo braucht ohnehin einen Linux-Host.

Jeder Hub ist Board + SBC.

Das ist der wichtigste Satz dieser Seite. Wo die Übersicht „RAK4631 / T-Beam" listet, entsteht der Eindruck, das Board sei der Hub. Ist es nicht — und das verdoppelt die Stückliste pro Hub, weshalb Solar überhaupt zum Thema wird.

02

Nur SX1262. Kein SX1276.

Zwei Angaben in älteren Dokumenten sind falsch und werden ersetzt. Die SX1262-Korrektur ist strategisch, nicht kosmetisch.

Steht dortRichtig istWarum es zählt
Endnode: „ESP32 + SX1276"SX1262 (T-Deck, RAK4631)SX1276 ist die alte Generation. SX1262 hat +22 dBm, geringeren Verbrauch — und Channel Activity Detection in Hardware.
Hub: „RAK4631 / ESP32"RAK4631 = nRF52840Cortex-M4F, 256 KB RAM. Kein ESP32. Die B3-Begründung („kein BLS-Krypto auf ESP32") trifft hier gar nicht zu.

Entscheidung A1 (Duty-Cycle statt LBT) wurde u. a. getroffen, weil LBT Hardware braucht, die es kann. SX1262 kann CAD. Der Upgrade-Pfad zu LBT/AFA — Faktor 10 im Budget — bleibt damit offen, sofern nichts mit SX1276 gekauft wird.

03

Stückliste

3.1 · Hub (2×)
PosTeilMengeBemerkung
FunkRAK4631 (WisBlock Core, 868 MHz)2nRF52840 + SX1262, 1 MB Flash / 256 KB RAM
 RAK5005-O Baseboard2Trägerplatine für RAK4631
HostRaspberry Pi 4 (2 GB) o. Pi Zero 2 W2Zwingend — trägt RNS + DutyCycleInterface + brettd
 microSD 32 GB, Industrial224/7-Betrieb; Consumer-SD stirbt am Schreibzyklus
Antenne868-MHz-Rundstrahler, ≥3 dBi, Outdoor2Der größte Reichweitenhebel überhaupt
 Blitzschutz / Überspannungsableiter2Bei Dachmontage nicht optional
 Koax LMR-200/240, ≤3 m2Kurz halten — Kabelverlust frisst Sendeleistung
StromSolarpanel 30–50 Wp · LiFePO4 12 V/20 Ah · MPPT · DC-DC 5 V2Kein Li-Ion. Dimensionierung → §5
UplinkLTE-Stick oder WLAN-Reichweite2Gateway-Rolle braucht Internet
GehäuseIP65, UV-fest, Kabelverschraubung2 
3.2 · Gateway (1×) — Aufsatz auf Hub #1
SSD 128 GB via USB — Kubo pinnt alle Brett-CIDs. Nicht auf SD: IPFS-Schreiblast killt Karten. Host ggf. auf Pi 4 / 4 GB — Kubo + brettd parallel.

Der Gateway ist kein eigenes Gerät — er ist Hub #1 mit SSD und Kubo. Das Schema zeichnet ihn nur aus Lesbarkeitsgründen getrennt.

3.3 · Endnode (3×)
Variante A — integriert (2×)

LilyGO T-Deck Plus (868 MHz): ESP32-S3, SX1262, Tastatur, Display, 1400-mAh-Akku, GPS. Für den MVP im RNode-Modus an einem Host — testet „nimmt das jemand mit?"

Variante B — Modem + Handy (1×)

RAK4631 + Baseboard als RNode geflasht, plus Android mit Sideband. Testet den Standard-LXMF-Pfad ohne Sonderfirmware.

3.4 · Bench / Messplatz (M1, M2)

Diese Position ist kein Zusatz — sie ist die erste Bestellung.

2× RAK4631 + Baseboard · 1–2× Raspberry Pi 4 oder Linux-Laptop (rnsd mit Paket-Logging) · 2× Dummy-Load 50 Ω/SMA · 2× Dämpfungsglieder 20–30 dB. M1 entscheidet, ob die Architektur trägt.

04

Warum diese Teile

RAK4631 statt T-Beam für Hubs

Der Ausschlag ist die Chargen-Unsicherheit beim T-Beam: „SX1276/8 oder SX1262" heißt, man weiß es erst beim Auspacken. Bei Geräten, die jahrelang auf Dächern stehen, ist das kein akzeptables Risiko — es könnte den LBT-Pfad zunichtemachen. Zusätzlich zieht der nRF52840 im Schlaf ~2 µA; bei Solar im Berliner Dezember zählt jedes µA.

Kein Meshtastic-Board von der Stange

zBRETT nutzt Reticulum, nicht Meshtastic. Die Hardware überschneidet sich, die Firmware nicht. Ein Board wird per rnodeconf zum RNode geflasht — Meshtastic-Firmware wird dabei überschrieben.

LiFePO4 statt Li-Ion

Ein 24/7-Solarnode in Berlin macht ~300 Ladezyklen/Jahr und sieht −10 °C. Li-Ion nimmt beim Laden unter 0 °C dauerhaft Schaden. LiFePO4 verträgt das, hält 2000+ Zyklen und brennt nicht.

Antenne vor Sendeleistung

Bei 1 % Duty-Cycle ist Sendeleistung nicht der Engpass — Zeit ist es. Eine bessere Antenne verbessert die Verbindung, ohne einen Sekundenbruchteil Airtime zu kosten. Der einzige Reichweitengewinn, der nichts vom Budget nimmt. Geld in Antenne und Höhe, nicht in PA-Module. Und: nie ohne Antenne senden — das zerstört den PA dauerhaft.

05

Was noch zu rechnen ist

Solar-Auslegung Berlin, Dezember.

Der kritische Monat hat ~1 Sonnenstunde/Tag im Mittel. Aus Pi-4-Dauerlast (~3 W) plus RNode (~0,5 W) folgt der Panel- und Akkubedarf — plus Reserve für eine Woche Nebel. Ergebnis könnte sein, dass der Pi 4 zu hungrig ist und ein Pi Zero 2 W oder ein nRF-nativer Ansatz nötig wird. Eine echte Architekturfrage, keine Beschaffungsfrage.

Standortwahl.

Zwei Hubs mit Sichtverbindung oder ≤3 km. Berlin ist flach genug, aber Dachzugang, Stromanschluss und Blitzschutz entscheiden mehr als die Luftlinie.

06

Reihenfolge der Beschaffung

1

Bench

2× RAK4631 + Baseboard, 1× Pi/Laptop, Dummy-Loads. Sofort — M1 blockiert alles.

2

Hub-Hardware

Rest der Hubs, Antennen, Solar. Nach M1.

3

Endnodes

T-Deck ×2. Vor Phase 4.

4

Gateway-SSD

Vor Phase 5.

Stufe 1 ist die einzige, die jetzt bestellt werden sollte. Fällt M1 schlecht aus, ändert sich womöglich der ganze Governor-Ansatz — und damit, ob Hubs überhaupt einen Pi brauchen oder etwas Größeres.

07

Offene Punkte

Solar-Auslegung Berlin Dezember rechnen

Entscheidet Pi 4 vs. Pi Zero 2 W.

Zwei Standorte mit Dachzugang und ≤3 km klären

Dachzugang, Strom, Blitzschutz.

Blitzschutz-Konzept bei Dachmontage

Versicherungsfrage — nicht optional.

nRF-nativer brettd denkbar?

Würde Strombedarf und Stückliste halbieren, wäre aber erheblicher Portierungsaufwand.